Geschichte der Schützengilde Jenbach-Buch entnommen aus dem Buch

Tradition & Fortschritt - Chronik zum 50-jährigen Bestehen des

Bezirksschützenbund Schwaz

 

 

 

1511   23. Juni: Das Landlibell ist eine Urkunde von Kaiser Maximilian. Sie legt im Einvernehmen mit den Tiroler Landesständen fest, dass die Stände zur Verteidigung des Landes Kriegsdienste zu leisten haben. Das Landlibell bildet einen Teil der Landesverfassung.
Die Ausrüstung ist vom Aufgebot und Landsturm selbst zu beschaffen, sie werden dabei vom Innsbrucker Zeughaus unterstützt, die Geschütze und Werkzeuge liefern. Damit ist auch das Recht verbunden, dass jeder Wehrfähige eine Waffe tragen darf. Dies begründete das Schützenwesen. Ursprünglich ist jedoch nur ein Drittel mit Feuerwaffen ausgerüstet, der Rest mit Spießen, Schaufeln, Hacken, Beilen und Hauen bewaffnet.

Die Verteidigungsmannschaft bestand aus zwei Gruppen:
Dem Aufgebot, eingeteilt durch Gerichte (Verwaltungseinheiten) in einer Stärke von 5.000 bis 20.000 Mann, je nach Bedrohung und dem Landsturm, bei dem bei plötzlichem Einbruch des Feindes alle Wehrfähigen vom 18. Bis 60. Lebensjahr aufgeboten werden.

 

 

 

1546   Das Heer der lutherischen, im schmalkadieschen Bund gegen den Kaiser vereinigten Fürsten marschiert mit 26 Fähnlein Landsknechten nach Tirol, um das Konzil von Trient zu sprengen. Die Bergreviere von Schwaz, Hall, Rattenberg und Kitzbühel haben eine große wehrfähige Mannschaft. So zogen neben den anderen Landesgerichten und Städten auch das Gericht Rottenburg mit 500 Mann aus, deren Fahne die Farben Gelb und Rot hat.

 

 

 

1555   Besuch eines Freischießens in Schwaz von Rottenburger (Rotholzer) Schützen.

 

 

 

1673   Die Herrschaft Rottenburg stellt neben 515 Mann Generalaufgebot zusätzlich noch 60 Scheibenschützen.

 

 

 

1678   Im Gericht Rottenburg gibt es 40 Scharf- bzw. Scheibenschützen.

 

 

 

1733   7. November: In der Liste der Herrschaft Rottenburg vom 7. November sind folgende Freischützen (Standesschützen) aus der Hauptmannschaft Jenbach angeführt: Als Schützenmeister wird Ferdinand Schanger von Strass genannt, Anton Griessenböck, Johann Voglsanger, Josef Purcklechner, Anton Rieserer, Anton Magginger, Andre Tosch, Balthasar Griessenböck, Georg Pichlmayr, Anton Schrof, Hans Kohler und Josef Stang.

 

 

 

1736   Es wird eine Trennung in Standschützen mit einer intensiven Scharfschützenausbildung und dem Landsturm als bestehende Miliztruppe durchgeführt.

 

 

 

1762   In Rotholz, im Nebenhaus vom Gasthof Esterhammer, ist ein Schiessstand bei welchem auch die schießlustigen Jenbacher eingereiht sind und auf dem Grafenhoferfeld in Rotholz wird auf Scheiben geschossen.
Wortlaut des Vertrages:
„Vermög eines unter 10. März 1762 von Hln. Erasmus Esterhammers ausgestellten Reserves, hat sich dieser Verbündlich gemacht, die in den Neubau neben der großen Stube befindliche Kammer gegen dene zu einer Schüßstatt auf ewige Weltzeit her dann zu lassen, daß man dagegen ihm seine Nachkommen alljährlich zu Martinus : Ein Gulden dreißig Kreuzer erlegen, und noch darüber hin alle sowohl in diesen zu einer Schüßstadt wirklich errichteten Zimmer, als auch die mit grundherrlicher Bewilligung in dem Grafenhofer Feld erbauten Zillerhüttl und Scheibenstecken vorfallende Reparationen die Schützenkasse zu bestreitten schuldig sei.“

 

 

 

1777   Feuerschützen von Jenbach haben in Gallzein einen Bären gejagt.

 

 

 

1778   Beim hundertjährigen Jubiläum der Rosenkranzburderschaft werden bei der Prozession am 4. Oktober verschiedene Schützenformationen angeführt:

 

·         Die grün gekleideten Bauernschützen;

 

·         Die braun gekleideten Scharfschützen mit roten Kamisolen;

 

·         Die braun gekleideten Schützen mit weißen Kamisolen;

 

·         Die rot gekleideten Bauernschützen;

 

 

 

1798   Der Gutsbesitzer Mathias Fischer ist als Schütze bei der Schützengilde in Jenbach einrolliert.

 

 

 

Ca. 1800       auch in Jenbach, in der Nähe des Bräuhauses, knallen die Büchsen am „Simon Aberl Bühel“.

 

 

 

1803   Im Besitzübergabevertrag des Joseph Peter Esterhammer, Wirt und Gastgeb am Rotholz, an seinen Sohn Joseph Esterhammer am 6. April wird der Neubau erwähnt, „in welchem auch nach einem Vertrag vom 10. März 1762 eine Kammer als Schießstätte eingerichtet worden ist, ebenso wie auf dem Grafenhofer Feld eine Zielhütte und ein Scheibenstand.“

 

 

 

1809   Standschützen von Gallzein, St. Margarethen und Jenbach verschanzen sich im Kirchenwald von St. Margarethen und beschießen eine berittene französische Kolonne, wobei ein französischer General den Tod findet. Dies soll der Anlass sein, dass in der Folge Schwaz, St. Margarethen und Teile der Umgebung von den Franzosen niedergebrannt werden.

 

 

 

1824   Die Jenbacher Schützengilde wird mit April/Mai gegründet.

 

 

 

1838   Beim Erbhuldigungsschießen in Innsbruck gewinnen die Bauern die Hauptbeste, darunter Anton Sandbichler aus Jenbach.

 

 

 

1845   In Rotholz sind folgende Standesschützen aus Jenbach einrolliert:
Josef Angerer                      59 Jahre alt

 

            Johann Fankhauser          52 Jahre alt

 

            Alois Plattner                       33 Jahre alt

 

            Georg Mühlbacher             34 Jahre alt

 

            Alois Fankhauser               26 Jahre alt

 

            Joseph Gollner                    27 Jahre alt

 

            Joseph Engensteiner        22 Jahre alt

 

            Johann Schaub                  24 Jahre alt

 

 

 

1846   17. November
Die Standesliste des k. k. Gemeinde-Schiessstandes Jenbach, an das k. k. Landesgericht Schwaz, verzeichnet 63 Mitglieder. Die Führung des Gemeindeschiessstandes haben inne:
Joseph Pichlmayr
Johann Schaub
Michael Tiefenthaler
Joseph Angerer
Anton Prankl

 

 

 

1847   Der alte Schießstand der Gilde wird zum Gemeindeschiessstand erweitert und bringt den Jenbacher Schützen die Erfüllung eines langgehegten Wunsches, den Bau eines eigenen Schießstandes am Grieß. Er wird mit freiwillig aufgebrachten Spenden der Schützen Jenbachs erbaut.
Die Gemeinde stellt nur den Grund zur Verfügung, doch wird dabei übersehen, denselben grundbücherlich auf die Schützengesellschaft zu übertragen. Der ganze Bau wird mit Schlackensteinen aus dem Hüttenwerk gemauert. Es gibt 8 Weitstände auf eine Distanz von 110 m. Die Initiative zur Erbauung ist hauptsächlich Oberschützenmeister Anton Pacher, Hüttverwalter, zu verdanken. Dadurch nimmt das Schützenwesen einen gewaltigen Aufschwung. Man kann 62 eingetragene Schützen verzeichnen. Seit dieser Zeit führt die Schießstandvorstehung ihre Mitgliederverzeichnisse.

 

 

 

1848   25. April
Unter der Führung von Hauptmann Anton Pacher zieht die 1. Jenbacher Standschützenkompanie mit 148 Mann zum Schutze der Grenzen nach Judikarien.
In einem Bericht aus Condinio (Italien) am 17. Mai 1848 wird die Jenbacher Schützenkompanie sehr lobend und als sehr tapfer erwähnt.
21./22. Mai
Kämpfe um Dorf und Schloss Lodron.
Die Jenbacher kämpfen im Verband mit der Wiener Studentenkompanie, Steinach, Rattenberg und Wilten.
Bei ihrer Rückkehr im Juni empfängt der Dichter Johann Obrist sie mit einem Festgedicht.

 

 

 

1853   In Jenbach und Rotholz finden Schießen statt. Zu dieser Zeit sind im Bezirk Schwaz 56 Schießstände.

 

 

 

1855   In Rotholz findet wahrscheinlich das letzte Schießen statt.

 

 

 

1858   Anläßlich der Bahnhofseröffnung wird ein Schie0en abgehalten.

 

 

 

1859   In Jenbach finden vom 24. Bis 29. September fünf Schießen statt: drei auf dem k. k. Gemeindeschießstand und zwei Bolzenschießen beim Bräufeld.

 

 

 

1861   Zur Restaurations-Eröffnung am 27. Oktober wird in Jenbach auf dem Gemeindeschie0stand ein Freischießen gegeben.
In St. Margarethen wird ein Freischießen, welches die Gewschwister Prantl (Nationalsänger) – bei ihrer Anwesenheit aus Petersburg am 27. bis 29. Oktober des Jahres zu St. Margarethen – geben. Haupt 2 Dukaten, Kranz 1 Stück Imperial, 1. Würgerpreis drei Silberbeutel, Schleckerpreis zu 2 Silberrubel. Die Bestschüsse werden vom Mittelpunkt der Kugel aus gemessen. Margarethen am 18. Oktober Johann Eder, Wirt.

 

 

 

1863   Beim großen Jubiläumsschießen zur 500 Jahr Feier der Vereinigung Tirols mit Österreich nehmen auch die Jenbacher Schützen mit „der trefflich geschulten Musik“ (30 Mann) teil. Josef Dengg aus Jenbach schie0t auf der Hauptscheibe das erste Best von 200 Dukaten, die Festgabe des Kaisers. Schützenkönig wurde Anton Pinzger. Bestgewinner sind auch noch Johann und Joseph Gollner und J. Obermayr aus Jenbach. Weitere Preisgewinner waren Gottfried Esterhammer, Alois Pichlmair, Johann Bernauer, Josef Wallner, Michael Tiefentaler, alle aus Jenbach sowie Michael Holzer aus Rotholz und jeder bekam einen Dukaten. Es nahmen an die 5.345 Schützen an diesem Schießen teil.
Am 15. Mai wird die neue Schützenfahne geweiht.

 

 

 

1872   Johann Pichlmayr wird zum Schützenmeister gewählt.

 

 

 

1877   Anton Plattner, der Ältere, wird zum Oberschützenmeister gewählt.

 

 

 

1880 Die Jenbacher Gilde hat 102 Mitglieder.

 

 

 

1886   Die Vereinsvorstehung der Schützengilde Jenbach, Anton Plattner sen., Josef Angerer sen., Georg Läugner sen. Und Josef Zisterer sind die treibende Kraft zur Gründung der „Dorfmusik“.
Der Anlass ist ein Kompetenzstreit wegen einer Ausrückung der vor dem Jahre 1885 bestehenden Werkskapelle des Berg- und Hüttenwerkes anlässlich des Besuches des Freiherrn Franz von der Lipperheide aus Brixlegg zu einer Schießstandsfeier.

 

 

 

1887   Die Schützengilde hat 122 Mitglieder.

 

 

 

1904   18. Juni
Abschluss eines Vertrages zwischen der k. k.-Schießstandsvorstehung und des hierortigen Paradeschützen-Commando betreffs der neuen Schützenfahne.

Wortlaut:

1. Die neue Fahne ist gemeinschaftliches Eigenthum der Stand- und Paradeschützen von Jenbach.

2. Die Aufbewahrung der Fahne obliegt der k. k. Schießstands-Vorstehung und hat für möglichst gute Instandhaltung stets Sorge zu tragen.

3. Sollte der Fall vorkommen, daß sich beide Teile coperativ bei einer Feierlichkeit beteiligen, wie z.B. bei einer Beerdigung eines aktiven Mitgliedes der Standesschützen, oder bei einer Feierlichkeit, welche nur den Standesschützen alleine gilt, so hat die Schießstands-Vorstehung das Benützungsvorrecht, in allen übrigen Fällen steht die Fahne den Paradenschützen zur Benützung zur Verfügung.

4. Sollte im Falle eines Krieges zur Vertheidigung des Landes von den Ortsbewohnern eine Schützenkompanie arangiert werden, so kann die Fahne auf Verlangen des betroffenen Companie-Comandos zur Ausrückung gegen den Feind verwendet werden.

Geschlossen und Gefertigt.

 

 

 

            26. Juni, Festschießen und Fahnenweihe.
Fahnenpatin ist Anna Huber aus Jenbach.

 

 

 

1906   Einstellung des Schießens in St. Margarethen wegen zu kurzer Instanz.

 

 

 

1907   15. Mai
Beschluss für einen neuen Schießstand in St. Margarethen.

 

            17. November
Auf dem 1. Schießstand beim Wirtsbühel in St. Margarethen wird das letzte Mal geschossen.
26./29. Dezember und 1. Jänner 1908
Allgemeines Bolzfreischießen am Landesschießstand „Erzherzog Eugen“ in Innsbruck.
Hauptbeste: Ludwig Eder, J. Weber, Anton Plattner sen. Und Josef Angerer

 

 

 

1908   Neubau des 2. Schießstandes auf dem heutigen Platz in St. Margarethen. Es gibt einen Landeszuschuss von 400,- Kronen.
Auch vom Theaterstück „Der glückliche Wildschütz“, aufgeführt in Buch, wurde der Reinerlös dem Neubau gewidmet.

9. Februar
Jahreshauptversammlung des Jenbacher Schützenbundes im Gasthof Stern. Zahlreiche Beteiligung der Bundesmitglieder wie Wiesing, St. Margarethen, Münster und Eben. Die SG Achenkirch fehlt.
Zum Obmann wurd wieder Johann Pichlmayr gewählt. Die Vereinsvorstehung des Schützenbundes:
Anton Öfner, Oberschützenmeister
Georg Öfner, Unterschützenmeister
Franz Furtner, 1. Rat
Ludwig Haidacher, 2. Rat

16. August
Der Jenbacher Schützenbund ernennt Johann Pichlmayr sen., Altoberschützenmeister und Obmann, anlässlich seiner 17-jährigen Tätigkeit im Schießwesen dieses Budnes zu einem Ehrenmitglied. Die Bundesmitglieder sind Jenbach, Eben, St. Margarethen, Wiesing und Münster.

18./19./25. Oktober
Silberhochzeitsschießen des Altschützenmeisters Anton Plattner.

 

 

 

1914   Die Gilde Jenbach hat 200 Mitglieder. In diesem Jahr bricht der Weltkrieg aus, welcher alle wehrfähigen Männer der Gilde zu den Waffen ruft. Im Alter von 18 bis 55 Jahren ziehen sie an die Front und im Alter von 12 bis 80 Jahren zu den Standschützen. Es stehen fast alle Mitglieder im Kriegsdienst. Gar mancher ist in diesem Krieg für Gott, Kaiser und Vaterland gefallen oder den Strapazen der Kriegsgefangenschaft erlegen.

 

 

 

1915   Die Standschützen von Tirol und Vorarlberg werden mit 8. Mai einberufen und eingekleidet.
Die Jenbacher Standschützen ziehen am 19. Mai mit den Baon Schwaz, 289 Mann, an die Hochfläche von Folgaria und Lavarone.

 

 

 

1916   Der Schießstand in Jenbach wird für Einquartierungen verwendet und dabei bereits demoliert.

 

 

 

1918   Der Schießstand wird als Pferdestall für eine in Jenbach stationierte Minenwerferabteilung genützt und dabei völlig demoliert.
Das Matrikelbuch des k. k. Gemeinde-Schießstandes Jenbach von1914 verzeichnet mehrere Gefallene unter anderem: Max Haag, 8.12.1914 in Galizien, Adalbert Jaschek sen., 7.10.1915 Südtirol, Paul Wechsler, 3.10.1915 Galizien.

 

 

 

1922   Die Jenbacher Schützen, unter der Führung von Anton Plattner, organisieren sich mit 16. Oktober als einer der ersten nach dem Weltkrieg in der Schützengilde.

 

 

 

1923   8. April
Das erste Scheibenschießen am 8. April. Der Schießstand wurde während des Krieges zur Einquartierung auch für Pferde benützt und arg beschädigt.
Der Gemeindesekretär Anton Plattner nimmt die Instandsetzung des Schießstandes in die Hand und findet hierfür viele Teilnehmer und Wohltäter. Er selbst bringt ca. 13.000 Schilling für den Bau ein.
Am 8. Dezember wird die „Schützengilde Jenbach“ neu gegründet.

Text: "„ur Erinnerung an die am 8. April 1923 stattgefundenen Wiedereröffnung des durch Militäreinquartierungen während der Kriegsjahre 1914-1918 demolierten Schießstandes der Schützengilde Jenbach unter der Leitung des Oberschützenmeisters Anton Plattner.“

 

 

 

1924   Unter der Zahl I-2319/5 vom 14. Februar wird von der Landesregierung der rechtliche Bestand des Vereines „Schützengilde“ mit dem Sitz in Jenbach nach Inhalt der vorstehenden Statuten gemäß § des Gesetzes vom 15. November 1887, R.G.Bl. Nr. 134, bescheinigt.

Der Schießstand wird wieder eröffnet und vom 27. April bis 5. Mai wird das 100-jährige Fest- und Freischießen der Schützengilde Jenbach abgehalten. Anwesend auch der Landeshauptmann von Tirol Dr. Franz Stumpf.
Der Stand war bis zurWiedereröffnung einige Zeit bewohnt.

 

 

 

1925   Gründung des „Landesschützenbundes“ am 26. Dezember.
Der Bund vereinigt alle Schützengesellschaften, die Scheibenschützen, die Gilden und Sportschützen, die Paradeschützen und Veteranen.

 

 

 

1927   Landeshauptmann Dr. Franz Stumpf wird am 19. März zum Landesoberstschützenmeister gewählt.

In der geschichtlichen Abhandlung vom 9. Juni über Jenbach des damaligen Bürgermeisters Georg Ramminger wird auf das Gründungsjahr 1824 der Schützengilde Jenbach hingewiesen.

 

 

 

1927   Beim 5. Unterinntaler Bundesschießen in Schwaz im August wird das erste Mal um die neue Bundeskette geschossen. Die Schützengilde Jenbach stallt die erste Siegermannschaft mit Ludwig Eder als ersten Kettenträger.

 

 

 

1933   Die Gemeindegründe und Gebäude werden zwangsversteigert.
Die Schützengesellschaft muss um ihres Eigentums nicht verlustig zu werden, den Schießstand und den dazugehörenden Grund im Betrag von 6.800 Schilling neu erstehen.

 

 

 

1936   Der Kleinkaliberstand mit vier Ständen wird errichtet.

 

 

 

1938   Auf Grund des Gesetzes vom 17. Mai 1938, Gbl. Nr. 136/38, wird mit 26. September der Tiroler Standschützenverband errichtet. Darin wird die Zusammenfassung aller Tiroler Brauchtumsvereine sichergestellt. Der Tiroler Standschützenverband erfasst unter anderem auch die Tiroler Schützengilden.

 

 

 

1939   11. Jänner
Die Schützengilde Jenbach und St. Margarethen wird aufgelöst.
Auf Grund des Gesetzes von 17. Mai 1938, G.Bl. Nr. 136/38, wird im Einverständnis mit dem Gauleiter Bürckel angeordnet, dass die „Schützengilde Jenbach und St. Margarethen“ aufgelöst wird. Das Vermögen wird unter Ausschluss der Liquidation in den Tiroler Standschützenverband Innsbruck eingewiesen.

 

 

 

1941   Gauleiter Franz Hofer verkauft mit 14. Juli den Schießstand Jenbach an den Inhaber der Jenbacher Berg- und Hüttenwerke Ernst Heinkel zu einem Kaufpreis von RM 45.000,-. Der Kaufpreis fließt in die Kasse des Standschützenverbandes Tirol-Vorarlberg.

 

 

 

1943   Vom 25. April bis 17. Mai findet das Kreisschießen Schwaz in Jenbach statt. Es ist das letzte Preisschießen am Schießstand in Jenbach.
2.313 Schützen schießen auf den Kleinkaliberständen, davon 1.133 in Jenbach.
1.081 Schützen treten an den Weitständen an, davon wieder 766 in Jenbach.
Bei den 200 Ehrenpreisen, die kriegsgebunden waren, sind 75 Jenbacher dabei.

 

 

 

1944   Vom Schießstand werden im Laufe des Novembers durch einige Mitglieder bereits historische Scheiben, Munition, Gewehre usw. entfernt und im Dachboden des Oberschützenmeisters deponiert.

 

 

 

1945   Beim Einmarsch der amerikanischen Besatzungstruppen am 5. Mai, die der Kaktusdivision angehören, ist der Schießstand noch vollkommen intakt.
Bereits an diesem Tag ergeht der Auftrag zur Ablieferung sämtlicher Warren und Munition. Von der Schützengilde werden abgeliefert:
6 Stück Wehrmanngewehre System Mauser neu
4 Stück Wehrmanngewehre System Mannlicher neu
8 Stück Kleinkalibergewehre System Mauser fast neu
2 Stück Scheibenstutzen System Martini
6 Stück Bolzgewehre mit Kuglerschäftung, sowie
ca. 10.000 Schuss kleinkalibermunition, über 600 Schuss geladene Patronen für die Wehrmanngewehre, ca. 6 kg Scheibenpulver (österr. M28, Walsroder, Troisdorfer, Haslocher), ca. 5.000 Kapseln, 8 kg Böllerpulver, ca. 1.000 Stück leere Hülsen und über 100 kg Geschosse (Peterlongo, Gasser, Rusch & Maurer) und verschiedenes Ladezubehör.
Die Munition wird von der Besatzungsmacht sofort vernichtet. Die Waffen werden mit einem Namenszettel versehen und in derGemeinde Deponiert.
Auf wiederholtes Fragen des Bürgermeisters wird demselbigen seitens des amerikanischen Kommandanten Oberleutnant Golden immer wieder erklärt, dass diese Waffen da es sich ausschließlich um Sportwaffen handelt, den Eigentümern zu gegebener Zeit wieder zurückgestellt werden.
Zwei französische Offiziere fahren im August mit zwei LKW beim Gemeineamt vor und verlangen vom Bürgermeister Ernst Somweber die Herausgabe sämtlicher Waffen. Trotz Protest werden diese Gewehre, es handelt sich um ca. 60 Stück, auf den LKW verladen und zum sogenannten Gries geführt, wo man sie mit Benzin übergießt und verbrannt. Kammerad Eder kann aus dem halb verbrannten Zeug noch einiges retten, darunter Bolzgewehrflaschen, Diopter und Läufe.
Inzwischen wird der Schießstand von den vielen, beim Umbruch hier anwesenden Frembdarbeitern und Kriegsgefangenen (Russen, Polen, Jugoslawen, usw.) und auch von der hiesigen Bevölkerung komplett geplündert und zerstört.

Die Besatzungstruppe bemächtigt sich im Laufe des Septembers nun auch des Schießstandes. Von dieser wird der neu erbaute KK-Stand, der aus Blockwänden besteht, abgetragen und auch die Schussblende entfernt.

Dem als Treuhänder über den Schießstand aufgestellten Kameraden Emil Valler gelingt es unter Beihilfe des Kameraden Franz Stackler noch einiges zu retten, wie Türen, Fenster und Balken, doch waren auch diese zum Teil schwer beschädigt.

Einrichtungsgegenstände wie Bänke, Tische, Geweihe, Scheiben, Küchengeräte, usw. werden verbrannt. Es sind sozusagen nur noch die vier Umfassungsmauern und das Dach vorhanden. Die Türen werden zusammengeschlagen und als Brennholz verwendet.
Seitens der Besatzungsmacht wurde natürlich sofort nach der Besetzung jegliche Tätigkeit der ehemaligen Schützengilden und Gesellschaften untersagt, da diese als militante Organisationen angesehen werden.
Durch diese Kriegsereignisse wird auch die Schützenchronik vernichtet.

 

 

 

1945/46         Im Laufe des Herbsts bzw. Winters gelingt es dem allseits verehrten ehemaligen Landesoberschützenmeister Hofrat Anton v. Mörl, einen französischen Offizier zu überzeugen, dass das Schützenwesen in Tirol keine militante Organisation sondern ein von unseren Urahnen vererbter über 600 Jahre alter Sport ist, von dem der Tiroler nie lassen wird, da die Waffe das Symbol seiner Freiheit ist.
Seine unermüdlichen Bemühungen, wenigstens das Schießen mit Luftdruckgewehren zu gestatten, haben schließlich auch Erfolg und somit findet am Landeshauptschießstand in Innsbruck unter Anwesenheit von zwei französischen Offizieren, des Sicherheitsdirektors von Tirol Hofrat Dr. Windhofer, der als besonderer Gönner und Förderer des Tiroler Schützenwesens gilt, und aller prominenter Schützenvertreter des Landes ein Probeschießen statt.

 

 

 

1947   Das Gebäude des ehemaligen Schießstandes wird vom Hüttenwerk zur Einlagerung von Baumaterial für die, auf Schießstandgrund zu errichtenden Siedlungsbauten verwendet. Auf Verlangen vieler Mitglieder der ehemaligen Schützengilde Jenbach und St. Margarehten gründet sich die Bolzenschützengesellschaft Jenbach/Buch. Als Schießlokal stellt Alois Grauß in Rotholz seinen Saal zur Verfügung, da es in Jenbach selbst nicht möglich ist, ein geeignetes Lokal zu finden – da die Veranda der Sensenwerkskantine, wo früher immer geschossen wurde, als Kanzlei verwendet werden muss, da das Kanzleigebäude der Sensenunion beim Bombenangriff am 27.5.1945 total vernichtet wurde.
Von den Schwazer Kameraden werden vier und von Frau Avelline Esterhammer wird ein Bolzengewehr zur Verfügung gestellt.
Mit 14. Dezember wird die Bolzenschießsaison im Gasthof Esterhammer in Rotholz eröffnet.

 

 

 

1948   Neugründung und Vereinigung der Jenbacher und St. Margarethener Schützengilde. Der Plan zum Neubau eines Schießstandes in Jenbach liegt bereits vor. Geplant war der Bau am Buchberg beim Tiergarten.

 

 

 

1950   Der Name ist: „Bolzenschützengesellschaft Jenbach/Buch“
10. September
Der „Tiroler Sportschützenverband“ nimmt wieder seinen alten Namen „Tiroler Landesschützenbund“ an. Ihm gehören im Gegensatz zu den Jahren vor 1938 nur noch die Scheibenschützen an.

 

 

 

1951   Laut Bescheid der Sicherheitsdirektion für das Bundesland Tirol, vom 21. November unter der Zahl 4709/1/51 – 194/5, wird die Bildung der „Schützengilde Jenbach/Buch“ nicht untersagt.
Gründungsversammlung am 25. November im Gasthof Stern.
Die Schützengilde wird in Anwesenheit des Bezirkshauptmanns Dr. Lauer und des 1. Landesschützenmeisters Siegfried Staffler wieder ins Leben gerufen, wobei folgende Herren in den Ausschuss gewählt werden:
                        Oberschützenmeister         Dr. Rudolf Erhart
                        Unterschützenmeister       Rudolf Mauracher und Norbert Grauß
                        Schriftführer                        Hermann Bauer
                        Kassier                                  Johann Witting
                        Stellvertreter                         Franz Serpan
                        Beiräte                                  Ludwig Eder, Karl Kinigardner,
                                                                       Anton Graf Enzenberg, Anton Leitner
                        Fähnrich                               Josef Geisler
                        Bundesvertreter                  Rudolf Mauracher
                        Rechnungsprüfer               Alois Morgenstätter, Karl Esterhammer

 

 

 

1952   Laut Gemeinderatsbeschluss vom 2. Dezember der Gemeinde Buch wird der Grund, auf dem der Schießstand steht, weiterhin für 30 Jahre kostenlos der Schützengilde verpachtet.
Gründungsversammlung im Gasthof Esterhammer am 4. Dezember. Die Schützengilde Jenbach und St. Margarethen vereinigen sich zur „Schützengilde Jenbach/Buch“.
Mitgliederstand: 120 Schützen

 

 

 

1955   Tiroler Landesschießen
Leistungsabzeichen „Österreichischer Meisterschütze“: Roland Kinigadner

 

 

 

1956   Schützenrat Roland Kinigadner gehört der österreichischen Schützen-Mannschaft für internationale Turniere an.
Mitgliederstand: 87 Schützen
Erwin Huber wird Tiroler Jugendmeister mit 264 Kreisen.

 

 

 

1958   Das Gespräch mit Bürgermeister Josef Mühlbacher von Jenbach über die zur Verfügungstellung eines, für den Bau des Schießstandesgeeigneten Grundes auf einem Gemeindeboden, ist ohne positiven Erfolg geblieben, da die Erschließung eines solchen Bodenraums völlig aussichtslos ist.
Es ist daher selbstverständlich, dass die Gilde auf das günstige Angebot der Gemeinde Buch zurückgreifen muß und den neuen Schießstand nach den Plänen des Landesoberschützenmeisters Dr. Josef Deflorian und des Baumeisters Schrameck in St. Margarethen errichtet wird.
In St. Margarethen wird der 2. Schießstand abgerissen und gleich mit dem Bau unseres heutigen Schießstandes begonnen. Als Ablösesumme für den alten Jenbacher Schießstand wird vom Jenbacher Werk der Betrag von 50.000,- Schilling bezahlt. Oberschützenmeister ist Anton Leitner und die treibende Kraft Josef Marksteiner.
Die Gilde hat einen Stand von 87 Mitgliedern.
Generalversammlung am 19. März. Beschluss des Neubaues des seit 1911 bestehen Schießstandes in St. Margarethen.
Jahreshauptversammlung am 19. April im Gasthaus „Alpenverein“.
Nach etwas stürmischen Debatten kommt folgende Vorstehung zur Neuwahl:
Oberschützenmeister                    Anton Leitner
Unterschützenmeister                   Josef Marksteiner, Rudolf Mauracher
Kassier                                             Franz Serpan; Stv. Hermann Bauer
Schriftführer                                    Josef Nagler; Stv. Hermann Bauer
Schützenräte                                   Dr. Rudolf Erhart, Norbert Grauß, Josef Bockstaller, Engelbert Kainer, Karl Kinigadner, Hans Bauer
Fähnrich                                          Josef Geisler
Rechungsprüfer                             Walter Prantl, Alois Morgenstätter

Mit Bescheid vom 11. November, Zahl II-4049/1, der Gemeinde Buch wird der Bau des neuen Bezirks-Schießstandes auf GP. 521/1 und Bp. 199 bewilligt.

 

 

 

1959   Grundsteinlegung am 8. Jänner für den neuen Schießstand. Die Anlage hat 16 Stände auf 50 Meter. Anwesend waren Landeshauptmann Dr. Tschiggfrey und mehrere höhere Herren.
Bei der 8. Jahreshauptversammlung am 20. Mai im Gasthof Eichele werden folgende langjährige Mitglieder geehrt:
Goldenes Ehrenzeichen 50 und mehr Jahre:
                        Ehrenmitglied und Oberschützenmeister Anton Öfner
                        Josef Hell und Josef Geisler
Silbernes Ehrenzeichen 40 Jahre:
                        Dr. Hans Neuner und Josef Egger
Bronzenes Ehrenzeichen 25 Jahre und mehr:
                        Graf Anton Enzenberg, Raimund Jaud, Franz Moser, Hermann Mitterer, Emil Gechter, Hans Waldvogl, Anton Pinzger sen. und Franz Kunzemann

Teilnahme der Schützengilde beim großen Festzug am 13. September zur 150 Jahrfeier (1809-1959) in Innsbruck.

Laut meldung vom 31. Dezember an den Allgemeinen Sportverband Tirol hat die Schützengilde einen Mitgliederstand von 127 Schützen, davon sind
Männer über 19 Jahre                               105
Frauen über 19 Jahre                               1
Männl. Jugend bis 19 Jahre                    19
Weibl. Jugend bis 19 Jahre                      2

Da der Schießstand in St. Margarethen noch im Bau ist, hat die Gilde eine Schießhalle für Zimmergewehrschießen im Gartensaal des Gasthofes „Alpenverein“ gemietet.

 

 

 

1960   Anton Leitner wird die Konzession zur Betreibung des Gast- und Schankgewerbes in Form eines Buffets im Schießstand erteilt, beschränkt auf die Dauer des Schießbetriebes der Schützengilde und befristet auf die Obmannschaft bei dem Verein.

 

 

 

1961   Eröffnung und Einweihung des neuen „Alois-Grauß-Gedenkschießstandes“ in St. Margarethen am 6. August. Zur Feierlichkeit sind folgende Ehrengäste anwesend: Bundesoberschützenmeister Hofrat Dr. Josef Deflorian, 1. Landesschützenmeister Staffler aus Kufstein, die Bezirksoberschützenmeister von Schwaz, Kufstein, Kitzbühel und Innsbruck; Ehrenschützenmeister des Würthembergischen Schützenbundes Christian Ruof, Landesrat Adolf Troppmair, Ökonomierat Sailer, Bezirkshauptmann Stv. Dr. Hell; und die Bürgermeister des Bezirkes Schwaz.
Der Pfarrer von Buch H.H. Bachmann nimmt die Einweihung vor. Vorher fand ein Gedenkgottesdienst mit anschließender Kranzniederlegung am Grab des Alt Landeshauptmannes und Landesoberstschützenmeisters Alois Grauß statt, mit einem Böllerschus wird der Beginn der Ehrenschüsse angezeigt und somit der Schießstand seiner Bestimmung übergeben. Das Ehrenmitglied und Altoberschützenmeister von St. Margarethen Anton Öfner beweist, dass man auch noch im Alter von 91 Jahren den Schießsport ausüben kann.
Der Stand hat 16 automatische Scheibenzuganlagen auf 50 Meter.
Es nahmen 424 Schützen daran teil. Sie kamen aus allen Bundesländern, aus Südtirol, Deutschland, Schweiz, Frankreich und Holland. Der älteste Schütze ist 91 Jahre alt, der jüngste 12 Jahre. Die Preisverteilung findet am 26.8. im Saale des Bucherwirtes statt, anschließend war der Schützenball.

 

 

 

1962   Bei der Generalversammlung am 13. Jänner wird folgender Vorstand gewählt:
Oberschützenmeister         Engelbert Kainer
1. Schützenmeister            Josef Marksteiner
2. Schützenmeister            Anton Leitner
Schriftführer                        Josef Bockstaller
2. Schriftführer                    Erwin Lechner
Kassier                                  Ernst Hell
Schützenräte                       Karl Kinigadner, Hubert Bauer, Norbert Grauß, Franz Furtner, Hermann Haaser, Hans Singer und Hermann Schöffauer

Jubiläumsschießen findet am 11. Bis 19. August aus Anlass des 80-jährigen Schützenjubiläums des Alt-Oberschützenmeisters Anton Öfner statt.

 

 

 

1963   Aufgrund seiner Verdienste um die Schützengilde Jenbach/Buch und bei der Errichtung der Schießstätte wird mit einhelligem Beschluss Landesrat Adolf Troppmair mit 23. März zum Ehrenmitglied ernannt.
Beim 24. Unterinntaler Bundesschießen in Kitzbühel gewinnt die SG Jenbach/Buch die Schützenkette.

 

 

 

1964   Im Juni und Juli findet ein Gedenkschießen für Landeshauptmann und Landesoberstschützenmeister Dr. Hans Tschiggfrey statt.
Der Landeshauptmann von Tirol, Eduard Wallnöfer, spendet nach seinem Besuch am 2. Juli beim Gedenkschießen 1.000,- Schilling für die Gilde.

 

 

 

1965   Fest- und Freischießen im Juli und August anlässlich der 50. Wiederkehr der Ausrückung der Tiroler Standschützen im 1. Weltkrieg.

 

 

 

1966   Fest- und Freischießen mit 321 Teilnehmern.
Roland Kinigadner schießt beim Vergleichskampf in Trofaiach, Steiermark, im Juni im liegend Bewerb 400 Ringe.
Roland Kinigadner bekommt von der Tiroler Landesregierung das goldene Sportabzeichen.

 

 

 

1967   Im August feiert die Gilde ihr 125-jähriges Jubiläum.
Am Jubiläumsschießen nahmen 525 Schützen aus den Bundesländer, Südtirol und Deutschland teil. 340 Schützen erringen das Goldene und 144 Schützen das Silberne Leistungsabzeichen.

 

 

 

1968   Beim Schießstand werden ein Auswertungsraum, Stube und eine Feuerschutzmauer errichtet.

 

 

 

1969   Jubiläumsschießen vom 26. Juli bis 17. Augustin St. Margarethen, „Alois-Grauß-Gedenkschießstand.
Am 12. Juni verstirbt Oberschützenmeister Engelbert Kainer im 70. Lebensjahr.

 

 

 

1970   Zum Andenken an den ehemaligen Oberschützenmeister findet das „Kainer Engelbert Gedenkschießen“ statt.

 

 

 

1971   Die Gilde hat zu dieser Zeit noch keinen Luftgewehrstand. Trainingsmöglichkeiten gibt es in der Landeslehranstalt Rotholz, bei der Schützengilde in Schwaz, in Strass und in Kramsach im Mehrzwecksaal.

 

 

 

1973   Im Sportheim am Fußballplatz, im 1. Stock, erhält die Gilde einen Raum zum Luftgewehrschießen. Auch wurden die alten Ruof Stände gegen neue Spieth Anlagen ausgetauscht.

 

 

 

1974   Frei- und Bezirksschießen in Jenbach/Buch

 

 

 

1975   Im Schützenstüberl werden weitere 4 Stände für die Jäger eingebaut. Somit sind 20 Stände vorhanden.
Das Gedenk- und Bezirksschießen wird von 547 Schützen und 167 Jägern besucht

 

 

 

1976   Die Gilde erhält in Jenbach einen Luftgewehrstand. Ausbau in Eigenregie auf acht Ständen.

 

 

 

1977   Eröffnung des Luftgewehrstandes in Jenbach im Keller des Sozialhauses.
Kosten: 122.000,- Schilling und 350 Arbeitsstunden der Mitglieder.
Es findet das „20 Jahre Alois-Grauß-Gedenkschießen“ statt.

 

 

 

1979   Am Schießstand in St. Margarethen erfolgt ein größerer Umbau:
Die WC-Anlagen werden verlegt und dadurch wird die Küche vergrößert. Ein neuer Boden wird in der Halle verlegt.
Das Freischießen wird von 493 Schützen und 190 Jagdschützen besucht.
Um die Jäger war besonders unser Schützenkamerad Richard Stocker bemüht.

 

 

 

1980   Einbau von neuen Bänken und Elektroheizung.
Das Freischießen wird von 537 Schützen und 180 Jägern besucht.

 

 

 

1981   Einbau neuer Rollos.
Schriftführer Erwin Lechner beendet nach 20 Jahren sein Amt und der Meisterschütze aus Bruck, Gregor Margreiter, wird neuer Schriftführer.

 

 

 

1982   Es bestehen 22 Kleinkaliberstände auf 50 Meter.
Internationales Bezirks- und Markterhebungsschießen vom 21. August bis 12. September am Alois-Grauß-Gedenkschießstand in St. Margarethen.

 

 

 

1986   die Schützengilde bekommt eine eigene Schützenkette. Die Kette besteht aus 19 Stück 25er, die mit einem gedrehten Silberdraht umrandet sind. Zwei Wappen in Silber von den Gemeinden Jenbach und Buch sind am unteren Teil der Kette angebracht. Am oberen Teil ist ein Nackenschild mit Gravuren angebracht und die einzelnen Teile sind mit einer Silberkette verbunden. Das Gewicht der Kette ist 510 Gramm. Die Kette ist ein Wanderpreis ausschließlich für Mitglieder der Gilde Jenbach/Buch. Die Schützenkameraden Ernst Somweber Eichele und Richard Stocker sind die Stifter der Gildenschützenkette.